✕Du listest „Theater-Erfahrung“ ohne konkrete Inszenierungen und Theaterhäuser – Intendant:innen wollen wissen, an welchem Haus du gearbeitet hast und welche Regie-Handschriften du miterlebt hast. Stadttheater-Namen sind die wichtigste Karriere-Währung.
✕Du übersiehst die Festival-Einladungen – wer beim Berliner Theatertreffen oder bei den Mülheimer Theatertagen vertreten war, sollte das als eigene Zeile im Lebenslauf hervorheben. Auch eine Einladung zum Körber Studio Junge Regie zählt im Berufseinstieg viel.
✕Du nennst die Regie-Schule nicht mit Diplom-Programm – „Studium“ reicht nicht. Schreib HfS Ernst Busch Berlin, Schauspielregie-Diplom, Diplom-Inszenierung. Diese Granularität ist im Branchen-Netzwerk Standard.
✕Du schreibst „Regieassistenz“ ohne die Regie-Handschrift, unter der du gearbeitet hast – Castorf-Schule, Stemann-Linie, Pollesch-Tradition. Diese Kontextualisierung sagt Intendant:innen viel über deine künstlerische Prägung.
✕Du verzichtest auf Förder-Antragsstellungs-Erfahrung – Theaterhäuser mit knappen Budgets suchen 2026 Mitarbeiter:innen, die selbst Förderungen anziehen. Fonds Darstellende Künste, Bundeskulturstiftung und Berliner Kulturetat sind die Anker-Stiftungen.
✕Du unterschätzt die Tarifrecht-Schulung – BFFS, NV Bühne (Normalvertrag Bühne) und die Hausverträge der Stadttheater sind sehr spezifisch. Wer das beherrscht, qualifiziert sich für Senior- und Führungs-Positionen schneller.
✕Du nutzt englische Buzzwords wie „Assistant Director“ statt der deutschen Funktionsbezeichnung „Regieassistent:in“ oder „Spielleiter:in“ – im deutschsprachigen Theaterbereich wirkt die deutsche Bezeichnung professioneller, nicht weniger international.