✕Du listest Arabisch nur mit „gute Kenntnisse“ statt mit klassisch vs. modern, lesen vs. sprechen – das lässt Berufungskommissionen zweifeln, ob du arabische Originalquellen verstehst. Schreib detailliert, mit Niveau-Stufen pro Modus.
✕Du nennst Drittmittel ohne Stiftung und Summe – „DFG-Erfahrung“ sagt nichts, „Eigenständige Antragstellung Gerda Henkel Stiftung Postdoc-Förderung 180.000 € bewilligt 2022“ ist die richtige Granularität.
✕Du publizierst in Open-Access-Sammelbänden ohne Peer-Review und führst sie wie Top-Journal-Artikel – das durchschauen Berufungskommissionen. Trenn Peer-Reviewed Journals (Die Welt des Islams, Mediterranean Politics, Islamic Law and Society) von Sammelband-Beiträgen und SWP-Policy-Briefs.
✕Du machst die Lehre unsichtbar – „Lehrtätigkeit FU Berlin“ sagt nichts. Schreib Seminartitel mit Modulebene und Prüfungsverantwortung. Berufungskommissionen lesen Lehre als eigenes Qualifizierungsmerkmal.
✕Du vergisst die Hochschuldidaktik – ein Zertifikat über 200+ Stunden Hochschuldidaktik (Berliner Zentrum für Hochschullehre BZHL, Pro-Lehre LMU, ZHW Hamburg) ist 2026 bei vielen Universitäten Voraussetzung für eine Juniorprofessur.
✕Du übersiehst Feldforschung als eigenen Skill – Antagonismen, Genderforschung und Politische Islamforschung lassen sich aus Berlin nicht abschließend bearbeiten. Wer mehrere Monate Istanbul, Tunis oder Rabat vor Ort war, signalisiert ernsthafte Disziplinen-Praxis.
✕Du erwähnst keine Politikberatungs-Brücken (SWP, DGAP, BAMF, Auswärtiges Amt, BMI) – das ist 2026 die wichtigste Career-Off-Ramp aus der Universität, weil weniger Habilitations-Stellen vorhanden sind.