✕Editionsprojekte unter 'Publikationen' zu verbuchen – Editionen brauchen einen eigenen Abschnitt mit Edition, Reihe, Verlag, beteiligten Wissenschaftler:innen und Status (im Druck, in Vorbereitung, fertig).
✕Mittelhochdeutsch als 'Skill' zu listen statt unter Sprachkenntnisse – Berufungskommissionen suchen explizit nach dieser Kompetenz im Sprachenabschnitt, nicht im Methodenbereich.
✕Konferenzvorträge ohne Status zu nennen – die Unterscheidung zwischen 'eingeladen', 'peer-reviewed angenommen' und 'freie Anmeldung' ist für germanistische Karrieren relevant und sollte je Vortrag ausgewiesen werden.
✕Digitale Editionen ohne Plattform-Verlinkung – wer eine Edition online betreibt (TextGrid, eXist-db, hubzilla-basierte Lösungen), sollte die URL und das verwendete Datenmodell explizit angeben. Sonst bleibt die Arbeit für Kommissionen unsichtbar.
✕Sammelband-Beiträge und Zeitschriftenartikel in einer Liste zu mischen – die germanistische Publikationskultur unterscheidet streng zwischen Monographie, Herausgeberband, Aufsatz in begutachteter Zeitschrift, Aufsatz in Sammelband und Rezension. Wer das vermischt, signalisiert mangelnde Kenntnis der disziplinären Standards.
✕Habilitationsprojekt ohne konkreten Status – 'in Vorbereitung' ist 2026 keine zulässige Formulierung mehr. Nenne Arbeitstitel, Projektstand und voraussichtlichen Einreichungszeitpunkt.
✕Lehrerfahrung im BA-Studium nicht explizit zu nennen – auch eine einzelne Sitzungsvertretung als Wissenschaftliche Hilfskraft gehört in den Lebenslauf, weil sie didaktische Erfahrung dokumentiert.